absolut analog
Old-school Looks im digitalen Zeitalter
Mit dem digitalen Zeitalter haben sich fast unbegrenzte Manipulationsvarianten eröffnet. Doch was taugen die alten – die fotochemischen Old-school Looks – und was machen ihre spezifischen Eigenschaften im digitalen Zeitalter aus?
Das Wofür?
„Look ist dann, wenn Du beim Zappen hängen bleibst“ meinte einst etwas salopp ein befreundeter Regisseur. Und genau darum geht es. Der „Look“ eines Kino- oder Streamingformates ist seine Visitenkarte. Im Einklang mit dem Inhalt muss die visuelle Umsetzung den Zuschauer innerhalb kürzester Zeit fesseln. Klassische fotochemische Spezialverfahren erweiterten zu Analogzeiten das Repertoire visueller Styles. Heute – im Zeitalter der fast unbeschränkten digitaler Gestaltungsmöglichkeiten – helfen sie uns, Lookentwicklung grundsätzlich zu verstehen. Denn Reduktion auf grundlegend harmonierende Parameter kann helfen ein konsistenten Look auch für ein digitalen Format zu entwickeln: „The old school principles support and guide the new school opportunities“.

Das Wie?
Um den Aufwand für ein solches Seminar überschaubar zu halten, aber trotzdem mit Kinefilmemulsionen arbeiten zu können, experimentieren wir mit in Kleinbild-Fotopatronen umgespulten Kinefilmen. Da diese sog. Leica-Streifen auch im Kopierwerk entwickelt und lichtbestimmt werden können, sind exakte Aussagen über Lookveränderungen auch am Standbild möglich. Zudem entsteht nach der Rahmung der Einzelbilder eine Dia-Sammlung der ausgeführten Testreihen, die in einer einfachen Projektion auch im Vergleich ausgewertet werden kann
Durchführbar als kompakter Eintages-Workshop mit einem Gesamtüberblick oder ausführlich umgesetzt als sechstägiger Workshop mit angeleiteten Tests und eigenen, umfangreichen Versuchen sowie einem Auswertungstag.
Auf folgende Punkte fokussiert sich der „Absolut Analog“-Workshop:
• Analoge Negativ-/Umkehrentwicklungsprozesse
• Bleichbadüberbrückung beim Positiv und Negativ
• Restsilberverfahren bei Positiv und Negativ (ENR, ACE, ASR)
• Cross Process/Umgekehrter Cross Prozessn
• Push-Process/Forcierung – Pull-Process/Deforcierung (Feinkornentwicklung)
• Flashing/Fotochemische Zweitbelichtung
• Chancen und Möglichkeiten der Old-school Looks im digitalen Zeitalter
• LUT-Entwicklung aus analogen Tests